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Geschichte

Ein Gestüt schreibt Geschichte

Der Habsburger Erzherzog Karl II. von Innerösterreich gründete 1580 das Hofgestüt am Karst in der Nähe des Dorfes Lipizza. In den folgenden Jahrhunderten züchteten die Habsburger Kaiser aus spanischen Pferden eine Rasse, die dem Ideal der Reitkunst im Zuge der repräsentativen Hofhaltung des Barock hervorragend entsprach.

Das Bundesgestüt Piber in der Weststeiermark ist seit 1920 die Heimat der Nachkommen dieser ausdrucksstarken weißen Pferde aus der alten kaiserlichen Herde.

1798

Nach der Auflösung der Domäne des Stiftes St. Lambrecht wird Piber als Militärpferdedepot einer neuen Bestimmung zugeführt.

1867

Das Militärgestüt wird dem k. & k. Landwirtschaftsministerium in Wien unterstellt.

1920

Nach Auflösung des k. & k. Hofgestütes Lipizza (1915) finden die in Österreich verbliebenen Lipizzaner ihre neue Heimat. Die Standortentscheidung fällt dabei auf einen kleinen Ort im Nordwesten der Steiermark: Piber. Die Pferde fühlen sich in ihrer neuen Heimat sofort wohl und zeigen eine außerordentliche Fruchtbarkeit.

1942

Während des 2.Weltkriegs werden die Lipizzaner aus Piber nach Hostau in Böhmen verlegt.  Den mutigen Entscheidungen des amerikanischen Generals G. Patton ist es zu verdanken, dass die wertvolle Lipizzanerherde gegen Ende des 2. Weltkrieges nicht in die Hände der russischen Armee fällt.

1945

Aus den Ställen um Schwarzenberg in Bayern werden die österreichischen Lipizzaner in zwei Konvois am 18. und 25. Mai nach St. Martin in Oberösterreich gebracht. Die insgesamt 215 Pferde finden in Wimsbach eine vorläufige Heimat, in der sie bis 1952 bleiben.

1952

Als die Pferde im Jahre 1952 nach Piber heimkehren, beginnt eine kontinuierliche Phase der erfolgreichen Entwicklung des Gestüts.

2001

1. Jänner 2001: Zusammenführung des Bundesgestütes Piber mit der Spanischen Hofreitschule zu einer gemeinsamen Gesellschaft öffentlichen Rechts.

2003

Ein Höhepunkt in der Geschichte des Bundesgestüts ist die Präsentation der Steirischen Landesausstellung zum Thema "Mythos Pferd".  Die damit verbundenen Investitionen in die gesamte Infrastruktur bieten heute ideale Voraussetzungen  für Reitsport- und Kulturveranstaltungen.